Mit dem Kommandozeilen-Programm vlock lässt sich der Bildschirm/die Konsole(n) sperren. So kann man sicherstellen, dass niemand ohne das Kennwort auf den Rechner/eine bestimmte Konsole zugreifen kann, wenn der Rechner mal unbeaufsichtigt ist. Zum Entsperren muss das Benutzerkennwort (oder root-Kennwort) eingegeben werden.
Eine gesperrte Konsole lässt sich, wenn das gewünscht ist, auch mit STRG+ALT+F[1-7] nicht wechseln, nicht durch STRG+C o.Ä. abbrechen und auch die SysRQ-Tasten kann vlock vorübergehend deaktivieren. Somit ist vlock ziemlich sicher.
Benutzung
Um die aktuelle Konsole zu sperren, gibt man einfach vlock (ohne Parameter) ein.
vlock
Nun ist nur noch der Text “This TTY is now locked.” zu sehen, zum Entsperren muss das Kennwort eingegeben werden.
Möchte man alle virtuellen Konsolen sperren, und das wechseln der Konsole per Tastenkombination (Alt+F1-6) unterbinden, wird der Parameter a/all verwendet.
vlock -aDas funktioniert allerdings nur, wenn man sich im Moment auf einer virtuellen Konsole befindet. Ist das nicht der Fall, kann man noch den Parameter n/new verwenden, um vorher auf eine neue virtuelle Konsole zu wechseln.
vlock -anDabei ist es aber noch möglich, die Sperre über die SysRq-Tasten zu umgehen, möchte man das ebenfalls verhindern (ist sinnvoll), verwendet man zusätzlich den Parameter s/disable-sysrq.
vlock -ansFür das Sperren der SysRq-Tasten, sowie das Wechseln auf eine neue virtuelle Konsole (n/new) sind allerdings root-Rechte erforderlich.
sudo vlock -ans
Achtung: Wird vlock mittels sudo gestartet, muss das root-Kennwort eingegeben werden, das Benutzer-Kennwort wird nicht funktionieren! Gerade Ubuntu-Benutzer müssen hier vorsichtig sein, da root unter Ubuntu standardmäßig kein Kennwort hat, und man die Kommandozeile deshalb nicht entsperren kann (Ubuntu-Benutzer müssen root erst ein Kennwort geben, per sudo passwd).


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