Piwik ist ein umfangreiches Programm zur Besucheranalyse, welches auf dem eigenen Webspace installiert werden kann. Es bietet einem ausführliche Daten über die Anzahl und Entwicklung von Besuchern, Suchbegriffen und Suchmaschinen, den am meisten aufgerufenen Seiten, der Herkunft der Besucher und vielem mehr. Ziel des Piwik-Projekts ist es, eine quelloffene Alternative zu Google Analytics bereitzustellen.
Ausführliche Statistiken
Auf der Übersichtsseite der eigenen Piwik-Installation hat man gleich alle wichtigen Daten auf einem Blick, sie besteht aus einzelnen Komponenten wie Frequenz, Besucher, Länge, Suchbegriffe, etc. Jede Komponente ist frei verschiebbar und kann einzeln konfiguriert werden, und mit wenigen Klicks lassen sich Komponenten hinzufügen oder entfernen.
Es ist auch kein Problem mehrere Seiten in einer Piwik-Installation zu analysieren, außerdem ist es möglich Benutzer anzulegen, sodass auch andere Personen die Statistiken einsehen können.
Über ein kleines Menü oben gelangt man zu den Detail-Seiten, auf denen sich ausführliche Berichte und Statistiken über die entsprechenden Daten finden. Meist ist es auch möglich die Darstellung der Daten zu verändern, je nach dem ob man eine Tabelle, ein Kreisdiagramm, oder eine andere Art der Darstellung bevorzugt. Die erstellten Graphen und Diagramme lassen sich auch abspeichern, oder gleich in die eigene Seite einbinden.
Der Funktionsumfang
Das wichtigste sind natürlich die gesammelten Daten und die Analyse selbiger. Piwik erfasst alle für Webseitenbetreiber nützlichen Informationen über die Besucher:
- Die Anzahl der (eindeutigen) Besucher, Aktionen (page views) und Aktionen pro Besucher, sowie der Verweildauer und der Absprungrate der Besucher.
- Browser, Auflösung, Betriebssystem und unterstützte Webtechnologien wie Cookies, Flash, PDF, etc.
- Besuchszeiten, sowohl nach lokaler Zeit des Besuchers als auch der Zeit auf dem Server.
- Frequenz und Loyalität der Besucher, sowie deren Standorte (Land) und Provider.
- Welche Seiten wie oft aufgerufen wurden, auf welche Links geklickt wird und welche Dateien am meisten runtergeladen wurden.
- Woher die Besucher kommen, welche Suchmaschinen die meisten Besucher bringen, und mit welchen Suchbegriffen die Besucher auf die Seite kommen.
Dabei kann man über den Kalender von Piwik jederzeit die Daten von anderen Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren ansehen und hat so auch eine Übersicht darüber wie sich die einzelnen Zahlen entwickeln.
Die Funktionalität von Piwik wird größtenteils von Erweiterungen bereitgestellt, was es einem ermöglicht nicht benötigte Module abzuschalten oder den Funktionsumfang durch eigene Module noch zu erweitern.
Weiterführendes
- Ralph Segert beschreibt in seinem Blog, wie man Piwik installiert.
- Es gibt auch eine Demo-Installation, mit der man Piwik ausprobieren und sich selbst einen Eindruck verschaffen kann, bevor man es installiert.
- Roman Hanhart beschreibt in seinem Artikel Piwik verdrängt Google Analytics einige Vorteile von Piwik und erklärt, warum Piwik für ihn besser geeignet ist als Google Analytics. Ich sehe das ähnlich wie er, und setze daher auch seit einigen Monaten Piwik ein.
- Es gibt auch eine Wordpress-Erweiterung, mit der sich Piwik schnell und einfach in den eigenen Blog einbauen lässt. Das tolle daran ist: Die eigenen Besuche werden nicht mitgezählt, solange man eingeloggt ist, so verfälscht sich die Statistik nicht.


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