Wenn man unter Gentoo ein Paket installieren möchte, das sich noch im Testzweig befindet bzw. maskiert ist kann man es in die Datei /etc/portage/package.keywords bzw. /etc/portage/package.unmask eintragen um es zu demaskieren.
echo "=kategorie/paketname-version ~keyword" >> /etc/portage/package.keywords # Testzweig echo "=kategorie/paketname-version" >> /etc/portage/package.unmask # Maskierte Pakete
Das wird allerdings problematisch wenn das Paket noch Abhängigkeiten hat die ebenfalls demaskiert werden müssen, jede Abhängigkeit einzeln in die entsprechende Datei einzutragen wäre ziemlich mühselig. Ist auch nicht nötig, denn es gibt ja autounmask.
Mit autounmask lassen sich Pakete und all ihre Abhängigkeiten ganz einfach demaskieren, zu erst einmal muss autounmask allerdings installiert werden.
Installation: emerge -av autounmask
Um ein Paket samt all seiner Abhängigkeiten zu demaskieren genügt nun folgender Befehl:
Pakete demaskieren: autounmask =kategorie/paket-version
Abhängig davon wie viele Pakete demaskiert werden müssen arbeitet autounmask dann eine Weile. Wenn /etc/portage/package.keywords bzw. package.unmask ein Verzeichnis ist, wird eine Datei namens autounmask-paketname angelegt in der die Einträge zum demaskieren stehen. Ansonsten werden sie durch einen Kommentar gekennzeichnet in die entsprechenden Dateien eingetragen.
Wird autounmask mit dem Parameter -p (bzw. --pretend) aufgerufen, werden die erstellten Einträge am Ende wieder entfernt. Praktisch, wenn man nur sehen will welche Pakete demaskiert werden würden. Der Parameter -n (bzw. --noversions) legt fest das keine Versionsinformationen dazugeschrieben werden, also beispielsweise media-video/vlc anstatt =media-video/vlc-0.9.9999.


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